Wer gerne zeichnet und Grafiken am PC erstellen will, für den sind Grafiktabletts eine gute Wahl. Besonders dann, wenn man zwar mit dem Stift umgehen, mit der Maus aber weit schlechter zeichnen kann. Grafiktabletts lassen sich mit unterschiedlich feinen Druckstiften bedienen und werden via USB an den Rechner angeschlossen.

Die Tabletts arbeiten mit zwei unterschiedlichen Prinzipien: entweder mit einem Stift, der über eine Spule ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Hier gibt es meist einen aktiven, batteriebetriebenen Stift oder einen passiven Stift ohne Batterie, der über Induktion eine Spannung aufbaut. Dies ist meist die preisgünstigere Variante mit Kosten etwa zwischen 40 und 100 Euro. Neuere Tablette funktionieren ähnlich wie Tablet-PCs mit drucksensitiven Touchscreens. Dadurch sind auch Kombifunktionen wie das Bedienen per Hand möglich.

Grafiktablette werden zum einen zum Malen und Erzeugen von Grafiken benutzt, darüber hinaus aber auch zur Bildbearbeitung und zum Finetuning von Grafikobjekten am PC. Da der Zeichner für Stifte die empfindlicheren Muskeln der Finger benutzt, ist ein erheblich genaueres Zeichnen möglich als mit der Maus, die von weit grobmotorischeren Muskeln geführt wird. Die Tablette arbeiten mit Grafiksoftware zusammen und lassen sich meistens am Rechner in Puncto Pinselstärke und Druckintensität einstellen.

Die einzigen beiden namhaften Hersteller von Grafiktabletten sind Wacom und Aiptek. Die Funktionsweisen gehen dabei doch recht weit auseinander. Das Aiptek My Note Premium II für rund 100 Euro beispielsweise ist ein kugelschreiberartiger Stift mit Miene, mit dem man ganz normal auf einem Blatt Papier etwas zeichnet oder malt. Der Stift speichert die Bewegungen in einem integrierten Speicher und schickt sie später an das Grafikprogramm am PC, der die digitalisierten Daten aufnimmt.

Das Wacom Bamboo Fun hingegen arbeitet ähnlich wie das Touchpad in Apple-Laptops. Hier tastet das Tablett die Bewegungen ab und schickt sie an den Rechner, erlaubt aber auch Mehrfinger-Gestensteuerung, um den Rechner wie mit einer Maus zu bedienen. Kostenpunkt je nach Größe zwischen 90 und 250 Euro. Fast alle Tablette bieten Shortcuts zu häufig genutzen Programmen oder für Befehle für den Rechner. Ideal sind die etwas teureren Kombigeräte mit Mehrfingersteuerung, die die Bedienung eines Smartphones nachahmen und deswegen für besonders hohen Bedienkomfort sorgen.
( Text: J.V. )